Circular Cities NRW

Ein Forschungsprojekt zu kommunaler Abfallvermeidungspolitik 
in 22 kreisfreien Städten in NRW

Über das Projekt

Kreislaufwirtschaft als wichtiger Pfeiler für Klimaneutralität

Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Klimaschutz im Jahr 2021 und die angestrebte Klimaneutralität Deutschlands bis zum Jahr 2045 erfordern weitere deutliche Reduzierungen des Ausstoßes von Treibhausgasen. Potenziale hierfür bietet auch die Abfallbeseitigung, die insbesondere durch die Abfallverbrennung einen jährlichen Ausstoß von ca. 20 Mio. t CO2-Äquivalenten verursacht. Knapp die Hälfte hiervon entfällt auf Hausmüll und Siedlungsabfall. Die Emissionen aus der Abfallverbrennung zu senken, erfordert jedoch nicht nur das konsequente Schließen von Kreisläufen, sondern vor allem die Vermeidung von Abfällen.

Oberste Priorität: Abfallvermeidung

Abfallvermeidung steht an der Spitze der Abfallhierarchie, die sowohl im europäischen als auch im Bundes- und Landesrecht verankert ist, und besitzt damit grundsätzlich oberste Priorität. Dem entgegen steht die konkrete Umsetzung, in der bislang wenig Schritte zur konsequenten Abfallvermeidung ergriffen wurden. In jüngerer Zeit erfährt das Thema steigende Aufmerksamkeit in Wissenschaft und Praxis, einschließlich neuer politischer Impulse – beispielsweise durch die Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes im Jahr 2020. Dies betrifft auch die kommunale Ebene, der nicht nur allgemein eine zentrale Rolle für das Erreichen von Nachhaltigkeitszielen zukommt, sondern auch im Hinblick auf die Transformation zur Kreislaufwirtschaft.

Vor diesem Hintergrund befasst sich das Projekt mit kommunaler Abfallvermeidungspolitik der kreisfreien Städte in NRW. In Anbetracht des hohen Aufkommens an Haus- und Sperrmüll weisen diese ein besonderes Potenzial für die Abfallvermeidung auf. Zugleich sind die kreisfreien Städte – im Gegensatz zu kreisangehörigen Gemeinden und Städten – selbst für ihre Kreislaufwirtschaft verantwortlich. 

Projekt Circular Cities NRW erforscht systematisch Abfallvermeidungsmaßnahmen von 22 kreisfreien Städten in NRW

Das übergeordnete Ziel des Projekts ist es, eine systematische Datengrundlage über die bisherigen Abfallvermeidungsmaßnahmen in Städten und ihre Einflussfaktoren zu schaffen. 
Konkret zielt das Projekt darauf ab,

  1. eine systematisierend-beschreibende Analyse des Vorkommens, der Ausgestaltung und des Ambitionsniveaus von Abfallvermeidungsmaßnahmen kreisfreier Städte in NRW durchzuführen,
  2. kausalanalytisch zu untersuchen, welche Faktoren darüber entscheiden, ob eine kreisfreie Stadt eine ambitionierte Abfallvermeidungspolitik verfolgt,
  3. eine evaluative Analyse des Erfolgs und der Erfolgsbedingungen von Abfallvermeidungsmaßnahmen vorzunehmen und
  4. die Effizienz und Effizienzbedingungen von Maßnahmen zur Abfallvermeidung zu analysieren.


Dafür übernimmt die FernUniversität Hagen die Datenerhebung der 22 Fallstudien in NRW und die kausalanalytischen Untersuchungen. Das Wuppertal Institut analysiert 5 Referenzfälle, um die Merkmale der Best-Practice-Beispiele mit denen der kreisfreien Städte in NRW zu vergleichen. Die Ergebnisse sollen die Grundlage für die Entwicklung geeigneter Förderprogramme und einen anwendungsorientierten Leitfaden für Kommunen bilden und werden im Rahmen einer Abschlusskonferenz sowie eines Workshops in Brüssel vorgestellt.

Förderer und Projektpartner

Das Projekt Circular Cities NRW wird unter der EFRE-Förderlinie von der EU und dem Land NRW gefördert und als Verbundprojekt der FernUniversität Hagen gemeinsam mit dem Wuppertal Institut durchgeführt.

Team

Bettina Bahn-Walkowiak

Wuppertal Institut

Senior Researcher
Abteilung Kreislaufwirtschaft Forschungsbereich Stoffkreisläufe

Laura Bergs

Wuppertal Institut


Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Abteilung Kreislaufwirtschaft Forschungsbereich Stoffkreisläufe

Sabina Bungurovic

FernUniversität Hagen


Studentische Hilfskraft
Lehrgebiet Politikfeldanalyse und Umweltpolitik


Marina Fecke

Wuppertal Institut


Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Abteilung Kreislaufwirtschaft Forschungsbereich Stoffkreisläufe

Dorothee Gangnus
Wuppertal Institut


Wissenschaftliche Hilfskraft
Abteilung Kreislaufwirtschaft
Forschungsbereich
Stoffkreisläufe

Benjamin Garske

FernUniversität Hagen

Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Lehrgebiet Politikfeldanalyse und Umweltpolitik


Vanessa Götz

FernUniversität Hagen

Studentische Hilfskraft
Lehrgebiet Politikfeldanalyse und Umweltpolitik


Carina Koop

Wuppertal Institut

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Abteilung Kreislaufwirtschaft Forschungsbereich Stoffkreisläufe

Dennis Kurrek
FernUniversität Hagen

Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Lehrgebiet Politikfeldanalyse und Umweltpolitik

Svenja Schrader

FernUniversität Hagen

Studentische Hilfskraft
Lehrgebiet Politikfeldanalyse und Umweltpolitik


Nicolas Senge
FernUniversität Hagen

Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Lehrgebiet Politikfeldanalyse und Umweltpolitik

Prof. Dr. Annette Töller

FernUniversität Hagen


Professorin

Lehrgebiet Politikfeldanalyse und Umweltpolitik

Alix Weigel

FernUniversität Hagen

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Lehrgebiet Politikfeldanalyse und Umweltpolitik

Dr. Henning Wilts

Wuppertal Institut

Abteilungsleiter
Abteilung Kreislaufwirtschaft Forschungsbereich Stoffkreisläufe

Projektstruktur

Informationen

Hier finden Sie zukünftig Berichte, wissenschaftliche Publikationen, Videos, Flyer und sonstige Veröffentlichungen aus dem Circular Cities NRW Projekt.